Sommaire
- Zehn konkrete Rezepte mit Portionspreisen zwischen 1,40 € und 4,90 €, kalkuliert auf Basis realer Discounterpreise (Stand: Mai 2026).
- Das Rezept richtig planen schlägt jeden Sonderangebot: Vorratszutaten auf mehrere Mahlzeiten aufteilen ist der entscheidende Hebel.
- Saisonal kochen senkt die Portionskosten zusätzlich: Zucchini, Erbsen und Paprika sind im Frühjahr und Sommer 2026 besonders preiswert.
- Onlinesupermarkt-Gutscheine von Rewe, HelloFresh und Picnic bieten bei Erstbestellungen 10 bis 50 % Rabatt, mit klaren Konditionen.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision. An deinem Preis ändert sich nichts.
72 Euro für vier Gerichte, die günstig sein sollten. Das stand auf meiner letzten Quittung nach einem Einkauf ohne Plan, ohne Vorratscheck, ohne Kalkulation. Rezept auf dem Handy, Einkaufsliste getippt, Rest improvisiert.
Wer das Wochenmenü als System angeht statt als Spontanentscheidung, landet fast automatisch unter fünf Euro pro Portion. Ich koche seit Jahren unter Preisdruck (erst Berliner WG-Budget, dann Redaktionsküche) und sage es direkt: Budget-Kochen ist keine Askese. Drei Dinge reichen: ein ehrlicher Blick auf Portionskosten, ein bisschen Rhythmus beim Einkauf und die richtigen Gerichte als Basis. Die stehen hier.
[TOOL BLOCK VERBATIM — <div class="pbn-rechner-tool" …> bis </div> unverändert aus dem Original übernehmen]
Warum das Budget pro Mahlzeit gerade so relevant ist
Die Nahrungsmittelpreise in Deutschland stiegen 2022 um rund 13 % und 2023 nochmals um etwa 12 %, die stärksten Anstiege seit Jahrzehnten (laut Destatis). 2024 verlangsamte sich das Tempo auf etwa 2 % gegenüber dem Vorjahr. Öl, Milchprodukte und verarbeitete Lebensmittel kosten strukturell mehr als noch vor vier Jahren.
Konkret: Eine vierköpfige Familie, die dreimal pro Woche kocht, zahlt bei sieben Euro pro Portion rund 168 Euro wöchentlich allein fürs Abendessen. Bei vier Euro sind es 96 Euro. Der Unterschied von 72 Euro pro Woche ist kein Entbehrungsmarathon, sondern das Ergebnis von Kalkulation vor dem Einkauf.
Das 5-Euro-Ziel pro Portion ist kein Sparextrem. Es ist ein Rechenrahmen, der Budget und Genuss zusammenhält.
Das Rezept richtig kalkulieren: so bleibt die Portion unter 5 €

Portionskosten ehrlich zu rechnen dauert zwei Minuten. Ausgangspunkt: Eine Portion entspricht etwa 400 bis 500 g fertiger Speise (bei Suppen 500 ml). Dann trennst du zwei Zutatengruppen.
Frischware (Gemüse, Fleisch, Milchprodukte): Preis pro Packung geteilt durch die verwendete Menge.
Vorratszutaten (Öl, Gewürze, Nudeln, Dosenware): Nicht auf null setzen, aber auch nicht vollständig anrechnen. Ein Pauschalbetrag von 0,20 bis 0,40 Euro pro Gericht ist realistisch und verhindert böse Überraschungen.
Zwei Rechenbeispiele auf Basis aktueller Aldi-Preise (Stand: Mai 2026):
| Gericht | Frischware (ca.) | Vorratspauschale | Portionspreis (2 Pers.) |
|---|---|---|---|
| Linsensuppe (500 ml) | 1,10 € | 0,25 € | 1,80 € |
| Hähnchenpfanne (400 g) | 5,90 € | 0,50 € | 3,40 € |
Beide Gerichte landen unter der 5-Euro-Marke und fühlen sich nach einer vollständigen Mahlzeit an.
Vorratszutaten als unsichtbare Kostensenker
Rote Linsen (1 kg, ca. 2,20 €), Dosentomaten (400 g, ca. 0,55 €), Currypaste, Brühwürfel, Kokosraspeln: Diese Posten erscheinen kaum in der Wochenrechnung, weil du sie selten nachkaufst. Trotzdem übernehmen sie die Hälfte des Geschmacks in fast jedem Rezept aus dieser Liste.
So teilst du einen Einkauf auf drei Gerichte auf
Ein Kilogramm Hähnchenbrustfilet (ca. 7,50 €) reicht für zwei Abendessen und einen Mittagssalat. Aufgeteilt auf drei Verwendungen: 2,50 Euro pro Einsatz. Eine 800-g-Packung Karotten (0,99 €) wandert in die Suppe, in die Pfanne und als Rohkost-Snack auf den Tisch, unter 0,35 Euro je Verwendung. Das Prinzip ist nicht der günstigste Einzelpreis, sondern die mehrfache Nutzung.
Die 10 Wochengerichte: Kosten, Zutaten, Zubereitungszeit
Alle Preise auf Basis aktueller Discounterpreise (Aldi, Lidl, Kaufland), Stand Mai 2026. Portionsgröße: 1 Erwachsener, Hauptgericht.
Schnelle Tage (unter 20 Minuten)
-
Linsensuppe mit Karotten (1,80 €, 15 min, 6 Zutaten): Rote Linsen, Karotten, Zwiebel, Brühwürfel, Kurkuma, Olivenöl. Sättigt gut, schmeckt aufgewärmt sogar noch besser.
-
Pasta mit Tomatensoße und Parmesan (1,50 €, 12 min, 5 Zutaten): Dosentomaten, Knoblauch, Spaghetti, Parmesanreste, Basilikum. Eines der günstigsten Gerichte hier, und trotzdem das, das bei mir am häufigsten landet.
-
Rührei mit Spinat und Toast (1,40 €, 10 min, 4 Zutaten): Drei Eier, TK-Spinat (200 g, aufgetaut), zwei Scheiben Vollkorntoast, Butter. Abends genauso gut wie morgens.
-
TK-Erbsensuppe mit Würfelspeck (1,60 €, 10 min, 5 Zutaten): TK-Erbsen, Würfelspeck (100 g reicht für zwei Portionen), Brühe, Zwiebel, Muskat. Simpel, sättigend, unterschätzt.
Wochenend-Kochen mit etwas mehr Zeit
-
Hähnchenpfanne mit Zucchini und Paprika (3,40 €, 30 min, 7 Zutaten): Hähnchenbrustfilet (200 g), Zucchini, rote Paprika, Knoblauch, Olivenöl, Gewürzmischung, Reis als Beilage. Hähnchen vor dem Anbraten trocken tupfen, sonst gibt es Wasser in der Pfanne statt Röstaromen.
-
Kichererbsen-Curry mit Kokosmilch (2,20 €, 25 min, 8 Zutaten): Dosenkichererbsen, Kokosmilch (200 ml), Dosentomaten, Curry, Ingwer, Knoblauch, Zwiebel, Basmati-Reis. Vegan, proteinreich, günstiger als der erste Eindruck.
-
Shakshuka (2,10 €, 20 min, 7 Zutaten): Dosentomaten, 3 Eier, rote Paprika, Zwiebel, Feta (50 g), Paprikapulver, Brot. Fertig in 20 Minuten, sieht auf dem Tisch aber deutlich aufwendiger aus.
-
Kartoffelsuppe mit Lauch (1,90 €, 35 min, 6 Zutaten): Kartoffeln (500 g), Lauch (1 Stange), Gemüsebrühe, Crème fraîche (2 EL), Majoran, optional Speck. Drei Tage haltbar — wer am Sonntag vorkocht, hat Mittagessen bis Mittwoch.
-
Ofengemüse mit Feta (3,20 €, 40 min, 7 Zutaten): Zucchini, Aubergine, Kirschtomaten, rote Zwiebel, Feta (80 g), Olivenöl, Thymian. Alles schichtenweise in die Form, 35 Minuten bei 200 °C, fertig.
-
Linsen-Bolognese (2,80 €, 35 min, 7 Zutaten): Rote Linsen (150 g), Dosentomaten, Zwiebel, Karotten, Knoblauch, Tomatenmark, Spaghetti. Kein Fleisch, trotzdem sättigend. Linsen erst am Ende salzen, sonst werden sie fest statt cremig.
Saisonal kochen 2026: Was jetzt günstig ist und schmeckt

Saisonales Gemüse ist kein Lifestyle-Trend. Es ist schlicht das Günstigste, was gerade im Regal liegt. Laut Saisonkalender des BMEL sind im Frühjahr und Sommer 2026 (Mai bis August) folgende Produkte besonders preiswert: Zucchini (Freiland ab Juni, ca. 1,20 €/kg), Erbsen (frisch ab Mai, TK das ganze Jahr günstig), Erdbeeren (Hauptsaison Juni, ca. 2,50 €/kg), Spargel (Saison bis Ende Juni, Preise fallen in den letzten zwei Wochen deutlich) und Paprika (Freilandware ab Juli spürbar günstiger als Gewächshaus).
Auf die Gerichte angewendet: Das Ofengemüse (Nr. 9) und die Hähnchenpfanne (Nr. 5) profitieren ab Juni besonders von günstigem Freilandgemüse. Wer die Zucchini im Juli statt im März kauft, zahlt für die Gemüsekomponente rund 30 Cent weniger pro Portion. Über eine Woche mit drei Gerichten macht das fast einen Euro Ersparnis pro Person, ohne eine einzige Zutat zu tauschen.
Praktischer Tipp: Wocheneinkauf am Dienstag oder Mittwoch (Frischware meist günstiger als am Samstag), Restmengen einfrieren statt wegwerfen.
Beim Wocheneinkauf sparen: Gutscheine sinnvoll einsetzen
Onlinesupermärkte haben ihre Nische gefunden: schwere Getränkekisten, trockene Vorräte, Lieferung ohne Parkplatzsuche. Für Budget-Kochen lohnt es sich, die Erstbestellungsangebote mitzunehmen.
Rewe Lieferservice: Erstbestellungsgutscheine zwischen 10 und 15 % Rabatt, Mindestbestellwert meist 40 €. Gilt ausschließlich für Neukunden, nicht stapelbar mit anderen Aktionen, Gültigkeitsdauer in der Regel 14 Tage nach Ausstellung. Aktuellen Rewe-Gutschein prüfen
HelloFresh: Kochboxen-Abo mit Willkommensangebot: erste Box oft 40 bis 50 % günstiger. Portionspreise im Regulärabo danach zwischen 4,50 und 7,00 €, je nach Konfiguration. Wichtig: Abo vor Ablauf der Rabattphase kündigen, wenn du es nicht dauerhaft willst. Mindestlaufzeit vor Kündigung beachten. HelloFresh-Angebot ansehen
Picnic: Kostenlose Lieferung ab Mindestbestellwert (meist 25 € je nach Liefergebiet), kein Abo nötig. Aktionsangebote für Neukunden sporadisch verfügbar. Zu Picnic
Alle drei Angebote gelten in der Regel ausschließlich für Erstbestellungen. Stapelbarkeit mit weiteren Gutscheinen ist üblicherweise ausgeschlossen. Gültigkeitsdauern und Rabatthöhen ändern sich, daher immer die aktuellen Konditionen auf der jeweiligen Seite prüfen. Alle Angaben Stand Mai 2026.
Wochenplanung ist weniger Disziplin als Gewohnheit. Nach dem dritten Mal läuft die Kalkulation von selbst. Vorratszutaten aufteilen, saisonal einkaufen, gelegentlich einen Gutschein mitnehmen. Der Rest ist Kochen.
Letzte Aktualisierung: 2026-05-28